27. Dezember 2015

Hakenkreuzfahne in dünner Luft

Bin erst mit der Hälfte von "The Man in the High Castle" durch, erlaube mir aber trotzdem schon mal ein Resümee: Amazon hat sich hier sicherlich den am besten verfilmbaren Roman von Philip K. Dick herausgesucht, bieten die USA im Nazigewand doch allein PR-mäßig eine äußerst plakative Kulisse. Dahinter verbirgt sich jedoch eine eher mäßige Umsetzung, die vor allem durch künstliche Längen und überzeichnete Charaktere zu punkten versucht. Die Dialoge hingegen sind erschreckend flach und die filmische Umsetzung kommt in keinster Weise auch nur annähernd an die famose Doppeldeutigkeit des Romans heran. Die Metaebene verpufft auf dem Bildschirm leider völlig. Schade, bei diesem grandiosen Buch. Wenn auch keine Buchverfilmung, macht es die erste Staffel von "Fargo" hier um Längen besser, mit Hilfe einfacher, aber tiefgründiger Protagonisten, toller Dialoge und Geschichten in der Geschichte werden hier fast in jeder Folge Fragen gestellt, die auch nach dem Schauen noch lange beschäftigen.

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