2. Juni 2009

Am Sarazenenturm

So, bin wieder aus dem heißen Sardinien zurück, wo zu meiner Überraschung das Mittelmeer schon Mitte Mai mit Badetemperatur aufwarten konnte. Auch die blühende Macchia-Landschaft war lebhafter als gedacht, was leider auch auf die einheimische Mückenpopulation zutraf.

Im Steno: Was wir vom Süden der Insel gesehen haben, war abgesehen von den typisch italienischen Industriefreveln herrlich unbebaut und wenig bevölkert. Das Wasser glasklar und durchdringend türkis, die Strände feinsandig hell, fast mit karibischem Flair. Die Pizza ist besser als auf Sizilien, der Rest des Speisekarte eher einfallsloser als auf dem Festland. Die Insellage mitten im Mare Nostrum macht zudem alles etwas hochpreisiger, nur das Bier ist immer noch billiger als in Deutschland. Und die Einheimischen kamen mir trotz nachgesagter sardischer Verschlossenheit eher freundlicher und offener vor als ihre sizilianischen Inselnachbarn.

Wobei ich sagen muss, dass unser Stützpunkt auf dem kleinen Eiland Sant'Antioco im Südwesten der Insel wohl eher Sardinien-untypisch war: Die Landschaft nicht ganz so spektakulär schön wie der Rest Südsardiniens, dafür aber mit stimmungsvollen Fischerstädtchen wie Sant'Antioco und Calasetta, die sonst auf dem ins Landesinnere gekehrten Sardinien eher selten sind. Der Meerblick hat mir bei der Ferienwohnung doch etwas gefehlt, dafür gab es mitten im Grünen wundervolle Gerüche, die am Morgen, mittags und am Abend jeweils ganz anders wahrnehmbar waren.

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