27. Januar 2009

Parforceritt

Da mir gerade nichts innovativeres einfällt, das übliche Lob der ZEIT. Im Ruanda-Dossier von Bartholomäus Grill und Andrea Jeska erfahren wir, dass der zentralafrikanische Staat jüngst französisch als Amtsprache abgeschafft und statt dessen englisch eingeführt hat. Der endgültige Bruch mit der ehemaligen Kolonialmacht, die gegen Präsident Paul Kagame - sonst im Westen eigentlich recht angesehen - wegen diverser Unklarheiten einen Haftbefehl erlassen hat. Das Staatsoberhaupt tut dem Land wohl aber recht gut, zumindest die Hauptstadt Kigali prosperiert und ist laut einem dort tätigen rheinländischen Unternehmer "sauberer als Köln".

In Punkto Sauberkeit ist ja München auch nicht mehr das, was es einmal war, und unter anderem deshalb sieht sich die CSU bemüßigt, Alkohol in der U-Bahn zu verbieten. Neben den obligatorischen Sicherheits-bedenken geht es der bayerischen Fortschrittspartei nämlich um "Ästhetik und Sauberkeit öffentlicher Plätze". Wenn schon unbedingt etwas verboten werden muss, dann Online-Poker. Dann bleibt mir von meinem Volontärsgehalt vielleicht bald auch mehr übrig. Wie man bei Texas Hold'em mit Startblättern wie zwei Königen und kurze Zeit später zwei Assen verlieren kann, ist mir allerdings ein Rätsel. Das nicht mal die ZEIT lösen kann.

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