3. Dezember 2008

Starke Frau in Afrika




Eigentlich wollte ich mich heute zur Hektik der Hamburger und der im Vergleich zum beschaulichen München penetranten Anrempelei äußern, aber so spannend ist das auch wieder nicht und ich habe es glaube ich schonmal irgendwo geschrieben.

Statt dessen ein Buchtipp: West with the Night von Beryl Markham. Die Dame war eine der ersten Fliegerinnen und beförderte in Ostafrika ab den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts von Medikamenten bis Großwildjägern alles mögliche durch die Luft. Eine freiheitsliebende Abenteurerin, die von Baron Blixen bis Denys Finch-Hatton den Großteil der Jenseits von Afrika-Protagonisten persönlich kannte. Die Dame schreibt schlau und bildhaft:
"So there are many Africas. There are as many Africas as there are books about Africa - (...) Africa is mystic; it is wild; it is a sweltering inferno; it is a photographer's paradise, a hunters Valhalla, an escapist's Utopia. It is what you will, and it withstands all interpretations. It is the last vestige of a dead world or the cradle of a shiny new one. (...) It is not only a land; it is an entity born of one man's hope and another man's fancy."
Sie gibt wunderschön nächtliche Szenen am Lagerfeuer wieder und beschreibt die Lebendigkeit der Savanne im Vergleich zur eintönigen Monotonie der Wüste. Und sie wusste auch, wann es Zeit zu gehen war, denn schon in den Dreißigern wurden die weißen Flecken auf der Landkarte kleiner und kleiner:
"All was commonplace now. Adventure for Nairobi came in celluloid rolls straight from Hollywood, and adventure for other parts of the world went out from Nairobi in celluloid rolls straight from the cameras of professional jungle-trotters. It was a good time to leave."
Sprach die Dame und legte die erste Atlantiküberquerung einer Frau von Ost nach West hin.

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