20. Oktober 2008

Come away with me in the night

Von Norah Jones und ihrer künstlerischen Entwicklung mag man ja halten, was man will. Eins zumindest ist ihre Musik für mich: Typisch amerikanisch. Ihre Songs passen zu dunklen Pioanobars in New York, wohnzimmerähnlichen Coffeeshops in Seattle und zu in der Einöde von Kansas vor sich hin gammelnden Motels, deren bessere Zeiten es nur in der Fantasie ihres Betreibers jemals gegeben hat.

Die Melodien und Texte passen zur Weite des Landes, wo die Menschen anscheinend stets in der Furcht sind, bei so viel Erde die Liebe nicht zu finden und sie deshalb umso fester umschlossen halten, wenn sie einmal da ist. Vielleicht überzeichnen die Amerikaner deshalb so stark die Romantik und steigern sie bis ins Kitschige, weil sie wissen, dass ihr Land so unermeßlich groß ist, dass es einem leicht passieren kann, ohne eigene Schuld an der Liebe vorbeizulaufen.

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