8. Februar 2008

CSU goes undercover

Die CSU hat es in München ja schwer. Bis auf ein sechsjähriges Intermezzo wird die Landeshauptstadt seit 1948 von der SPD regiert. Und das in Bayern. Der letzte bekannte CSU-Kandidat war 1993 Dr. Peter Gauweiler, der es immerhin fast geschafft hat, den noch heute amtierenden Burger-King Christian Ude beinahe in die Stichwahl zu zwingen. Seither hat der Posten des CSU-Bürgermeisterkandidaten nicht gerade an Beliebtheit gewonnen. Zu den nun am 2. März anstehenden Wahlen hat sich für die Christsozialen diesmal Josef Schmid erbarmt. Jung, dynamisch, Rächer aller Enterbten und niedergeprügelten Rentner.

Leider ist Schmid selbst in München nicht allzu bekannt. Was sich auch nicht ändern wird, wenn die PR-Combo des Politikers auf seiner Promo-Homepage weiterhin solche Bilder einstellt. Unter der Überschrift "Tanz der Marktfrauen - Josef Schmid tanzt mit" kann man hier erkennen, hm, ja was eigentlich, also wie hinter einer Sichtblende im grellen Scheinwerfergegenlicht ein Mann mit Hut und Brille, von dem nur der Rücken zu sehen ist, eine Frau mit Perücke, von der man das Gesicht nicht erkennen kann, umarmt. Könnte vom Brillentyp her auch Henry Kissinger sein, der mit Gina Wild (hoch mit den Blog-Pageviews!) das Tanzbein schwingt. Wo man sich hinstellt, wenn man gescheite Fotos machen will, zeigen die im Bildhintergrund aufgenommenen Fotografen. Sachen gibts.

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