30. Oktober 2007

Gehirnströme

Auszüge aus meinem momentanen Schädelinhalt: Mag was für Insider sein, aber der kanadische Dollar ist erstmals seit 30 Jahren wieder stärker als der US-Dollar. Roland Koch bzw. dessen Referenten wollen mir die Domain "www.stoppt-koch.de" nicht abkaufen. "Sehen das gelassen" und wollen ihr Geld "für wichtigere Dinge ausgeben". Hm. Die CDU wird ja noch richtig locker.

Ein Ratespiel am Schluss, wer hat wohl folgenden Satz gesagt: Ich komm grad aus der Gretel raus.

a) Neugeborenes im Kreißsaal zum Chefarzt
b) Frau ins Handy beim Verlassen des Gemüsemarktes
c) Hänsel

Wer jetzt sagt, viel hat der Nitsch ja nicht in der Birne, der mag recht haben. Da sämtliche Zugänge aufgrund meiner leider nun schon zweiten Herbsterkältung dicht sind und nichts vernünftiges nachkommt, ist das aber auch kein großes Wunder.

28. Oktober 2007

Auf der Schiene

Mal abgesehen davon, dass ich aufgrund des Lokführerstreiks selbst am Freitag Nachmittag noch in den Genuss einer eher ungewöhnlichen Streckenführung nach Regensburg kam, kann die Bahn auch mit anderen Highlights aufwarten: Ein (italienischer) Service-Inder, der im Regionalexpress die Abteiltür aufreist und "Wanna black tea, green tea, coffee, wanna mangiare" brüllt, was aus dem Nebenabteil mit "Bringst ma no a Halbe!" quittiert wird. Außerdem aufgefallen ist mir, dass an vielen kleinen Bahnübergängen ohne Schranke Männer mit orangenen Westen bei der Durchfahrt des Zuges den Autoverkehr stoppen. Erlebt der Beruf des Bahnübergangwärters in Zeiten des Ein-Euro-Jobs etwa ein Revival?

23. Oktober 2007

Systembeobachtungen

Die Nettolöhne liegen so niedrig wie seit zwanzig Jahren nicht mehr, die Inflation jedoch steigt deutlich. Die Krankmeldungen bewegen sich im marginalen Bereich, der DAX befindet sich in luftigen Höhen. Wer keine Arbeit hat, bekommt vom Staat so wenig Unterstützung wie möglich, wer einen Job hat, arbeitet so viel wie noch nie. Der Vorzeige-Arbeitsnehmer ist flexibel bis zur Selbstaufgabe, Familie und Feundeskreis hat er oft schon aufgegeben. Irgendwie verständlich, dass für immer mehr Menschen das nicht die Welt ist, in der sie leben wollen. Und verwunderlich, dass die Linkspartei nur bei 10% rumgurkt.

16. Oktober 2007

Wer ist dieser Mann?

Dieses famose Plakat und der darauf beworbene Fabio Nardi leuchtete mir von einer Häuserwand in der Altstadt Palermos entgegen. Sogleich begeistert, versuche ich seitdem, etwas über das Schaffen dieses italienischen Posterboys zu erfahren. Ist er ein Sänger? Schauspieler? Kleinkünstler? Handelt es sich um die Kontaktanzeige eines heiratswilligen jungen Mannes? Ist er Vorsitzender des örtlichen Pasta- und Salsiccia-Fanclubs? Fragen über Fragen. Auch Google ist diesmal ratlos. Man erhält bei der Suche nach dem Namen des Unbekannten lediglich Einträge über einen italienischen Fotografen, der bevorzugt stark geschminkte, halbnackte Frauen fotografiert. Über den palermitanischen Fabio Nardi hingegen nichts. Ich sehe mich also gezwungen, meine Suche hiermit öffentlich zu machen. Kann mir irgendwer irgendwas über diesen Mann sagen?

12. Oktober 2007

10. Oktober 2007

Terror mit dem Nudelholz

Im Rummel um die optische Neugestaltung der FAZ vergisst man leicht, dass wenigstens DIE WELT noch zu den rechtskonservativen Büchsenspannern der Nation gehört. In ihrer gestrigen Ausgabe gibt sich das Hamburger Blatt auf Seite 3 als großer Freund der schäubleschen Online-Durchsuchung zu erkennen. Während in einem Einspalter die Datenschutz-Bemühungen einiger FDP-Politiker noch recht harmlos als "klagefreudig" und die Ansichten des Bundesverfassungsgerichtes mehrfach als "streng" bezeichnet werden, geht man in einem Interview mit Ex-BKA-Präsident Zachert in die Vollen. Der Warner erster Güte reiht sich in Schäubles Atom-Endzeit-Szenarios ein und bemerkt: "Ich möchte nicht Kassandra spielen, aber wir werden nicht von einem Anschlag verschont bleiben. Müssen erst Hunderte von Toten auf der Straße liegen? Dann wird sich niemand mehr gegen das neue BKA-Gesetz [inkl. Online-Durchsuchung, Anm. d. Aut.] stellen". Klingt irgendwie so, also würde er den Anschlag am liebsten selbst erledigen, damit sich endlich mal was tut.

Dass von Seiten der Polizei auch durchaus Lesenswertes kommen kann, erfährt man bei den Pressemitteilungen des Münchner Polizeipräsidiums. Etwas bemüht lustig, aber trotzdem ganz nett heißt es dort über einen angetrunkenen Familienvater: "Da in diesem Fall keine polizeiliche Vorschrift Anwendung findet, kann aufgrund des wenig erfreuten Gesichtsausdruck der Mutter die Ahndung per Bratpfanne oder Nudelholz vermutet werden."

8. Oktober 2007

Wieder da

Der Blick in meinen Hinterhof ist zwar auch ganz schön, trotzdem werde ich diese Aussicht beim Aufstehen vermissen. In Kürze ein paar Worte mehr zu ruhigen Tagen auf Sizilien.