18. Juni 2007

Die Isar flussabwärts

Der Himmel tiefblau, die Uferböschung intensivgrün, mal hell, mal dunkel, Schatten und Licht. Der Fahrradweg rechts der Isar ist an diesem Sonntagvormittag noch nicht die Rennstrecke, die er in ein paar Stunden sein wird. Die Auen sind jetzt im Juni noch ungemäht und hinter dem dichten Blattwerk der Baumgruppen erhebt sich auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses die St.-Maximilians-Kirche. Sie wird mit Notre Dame in Paris verglichen und hier im Grünen fühle ich mich beim Anblick der beiden Türme so, als würde ich an einem sommerlichen Tag im späten Mittelalter vom gemächlichen, ursprünglichen Land in bebautes, städtisches Gebiet kommen. Auf Höhe der Museumsinsel legen sich die ersten Sonnenanbeter auf die gemächlich von der Isar umspülten Kiesbänke. Ein paar Meter hinter dem Müllerschen Volksbad stürzen die dunkelgrünen Wässer schon wieder rauschend über das Wehr, das Licht bricht sich in der Gischt des Aufpralls. Ein paar Momente später glitzert der Friedensengel hoch in der Sonne, seinen Blick gütig über die Isar hinweg auf München gerichtet, das an diesem Sommermorgen noch mit der vom Vortag gespeicherten Wärme erwacht.

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