31. Januar 2007

Aufgepasst!

Falls Sie also in Ihrem Kleiderschrank so eine grün-rot-blaue Kugel finden oder irgendwo auf der Straße rumliegen sehen: Ruhig bleiben, nicht anfassen, Feuerwehr rufen! Das überstehen wir auch noch! Danke, tz!

30. Januar 2007

Die Grenzen sind futsch


Ist eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass es neue Euromünzen gibt? Zumindest auf Hartgeld wächst Europa immer weiter zusammen. Und die slowenischen Talerchen sehen auch ganz nett aus. Mehr für Münzfetischisten gibts bei der EZB. Ich weiß, ist ein Kinderthema, aber ich hab früher auch gern mit der Kinderpost gespielt.

25. Januar 2007

Idealismus heute

War am Wochenende in Hamburg. Hat mir ganz gut gefallen. Auch wenn mir Schneeregen in den Kragen tropfte und ich mich durch fluchartigen Wechsel der Straßenseite vor pekuniär-sexuellen Verpflichtungen retten musste. Was mir aufgefallen ist: In Hamburg halten die Leute irgendwie weniger Abstand. Ständig steht man irgendwo im Gedränge, wird zur Seite geschoben oder bekommt einen Ellenbogen in die Rippen. München ist da irgendwie mehr auf Distanz bedacht. Vielleicht hatte ich aber auch nur meinen introvertierten Tag. Beschäftigt vom inneren Diskurs, ein Bewerbungsgespräch zu führen bei einer Firma, die gerade zu 100% von einem Verlag aufgekauft wurde, für den ich eigentlich nie arbeiten wollte.

13. Januar 2007

In zwei Minuten zum Magenschwinger

Man hole ein paar Hemden bei der Reinigung ab und begebe sich danach zur U-Bahn. Auf dem Weg dorthin setze man die Hemden starken Windböen aus. Man betrete die U-Bahn-Station. Man gebe sich pedantisch und pfriemele die vom Wind zerzauste Plastikfolie wieder in Form. Dazu halte man die Hemden auf Armlänge direkt vor sein Gesicht. Währenddessen laufe man zügig in direkter Linie auf den Fahrkartenentwerter zu. Voila!

10. Januar 2007

So nah und doch so fern...

Menschen wie mir, die dem Winter gegenüber eine starke Abneigung hegen, mag die derzeitige Witterung wie ein Hauch des Frühlings vorkommen. Ich fürchte jedoch, es handelt sich nur um eine Art Fata Morgana, die dem Verdurstenden das vermeintlich nahe Paradies vor Augen führt, während die wirkliche Erlösung noch hunderte von Meilen entfernt liegt.

8. Januar 2007

Seifengeschichten Teil 1

Den Arenal konnten wir von der Terrasse unserer Blockhütte aus nur anhand des dumpfen Grollens erahnen. Ansonsten verbarg sich der berühmte Kegel hinter einer Wand aus Nieselregen und dickem Nebel. Es war feuchtschwül, und schon nach wenigen Metern begannen wir unter den Regencapes zu schwitzen. Eine gerodete Lichtung voller hölzerner Hotelbauten, danach der dichte, grüne Nebelwald, von dessen Blättern das Wasser tropften. Der Weg führte uns steil bergab in eine Schlucht, über uns sausten Touristen an Drahtseilen durch das trübe Blätterdach. Ihre Freudenschreie wurden nach weniger Metern vom immer lauter prasselnden Regen verschluckt. Wir gingen um eine matschige Kehre. Ich streifte einen Busch. Plötzlich ein stechender Schmerz am rechten Ringfinger. An zwei liegenden Pünktchen trat jeweils ein kleiner Tropfen Blut aus. Verdammt! Bestimmt eine tödliche Lanzenotter. Oder eines der hundert anderen giftigen Monster im Dschungel von Costa Rica. Die Inspektion des Busches brachte nichts zu Tage. Wahrscheinlich hatte ich nur noch kurze Zeit zu leben. Welchen Richtung des Rundwegs nehmen? Wieder zurück die Böschung hinauf oder geradeaus weiter. Lieber zurück. Man soll sich doch nach einer Vergiftung nicht anstrengen! Nach zwanzig Minuten zurück im Hotel lebte ich noch immer, wenngleich der Finger juckte. Um das todbringende Gift zu neutralisieren, beschlossen wir, uns in die heißen Thermen am Fuße des Vulkans zu begeben. Das half. Ich starb nicht im dampfenden Wasser des Schwimmbeckens. Gerade noch mal Glück gehabt. Der Urlaub konnte weitergehen.

2. Januar 2007

As time goes by

Genau ein Monat ist seit meinem letzten Eintrag vergangen. Mittlerweile ist die Wohnung meiner Freundin leer geräumt, geweißelt und übergeben. Und Katharina ist just vor 10 Minuten in Vancouver gelandet, um dort ihren Job als Anwältin anzutreten. An einem der letzten Abende sprachen wir darüber, dass wir irgendwie immer erwachsener werden. Auch wenn ich mich nicht so fühle und eigentlich auch gar nicht erwachsen sein will. Aber irgendwie muss ich da wohl durch. In diesem Sinne ein gutes neues Jahr. Krumme Nummer oder magische Sieben? Wir werden sehen.