2. Oktober 2006

Mehr Schatten als Licht

Ich bin ja ein recht großer Fan der Hypo-Kunsthalle, aber die derzeitige Auguste Rodin-Ausstellung hätte ich mir sparen können: In der Mitte jeden Raumes jeweils zwei, drei, oder auch mal vier Skulpturen, an der Wand Skizzen zur und Fotografien der jeweiligen Skulptur. Das mag für Rodin-Begeisterte ja noch ganz spannend sein, gerade da auch die berühmte Plastik "Der Kuss" ausgestellt wird. Das Austellungskonzept scheint aber von einem lichtscheuen Nachtmenschen verbrochen worden zu sein, die Räume sind dermaßen abgedunkelt, dass man die Dreidimensionalität der Figuren nur erahnen kann, die matten, kleinen Texte an der Wand oder zu Füßen der Objekte sind aufgrund des Dämmerlichts nur sehr mühsam zu entziffern. Alles in allem eine Ausstellung unter dem Motto "weniger ist mehr", nur beim Preis haben die werten Kunsthallenchefs diese Devise nicht berücksichtigt. Mein Fazit: Die acht Euro lohnen sich nur für Edelfans, und die sollten unbedingt eine Taschenlampe mitbringen.

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