23. Oktober 2006

Befindlichkeiten

Was ich unverschämt finde: Wenn mir in der Schlange auf der Post eine verkniffene Mittvierzigerin wortlos aber stakkatoartig von hinten auf die Schulter tippelt, weil ich den nächsten freien Schalter nicht nach zwei Millisekunden angesteuert habe. Was ich peinlich finde: Beim Einkaufen länger als unbedingt nötig mit einer Packung Klorollen in der Stadt umherzuspazieren. Was ich mich frage: Kommt man dem Ziel wirklich schneller näher, wenn man sein Augenmerk wie Beppo der Straßenkehrer nur auf die eine zu fegende Bodenplatte richtet, oder ist man nicht zumindest glücklicher, wenn man den auch noch so fernen Horizont ins Visier nimmt, in der festen Hoffnung, dort irgendwann einmal anzukommen?

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